Personenstandsänderung ohne angleichende OP jetzt auch in Deutschland

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Brigitte
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Johanna schrieb:
Tassi schrieb:
Warum schafft man nicht die bessere Lösung für solche einfach keinen Geschlechtseintrag - also weder männlich noch weiblich?
Ganz einfach: Weil's keine bessere Lösung ist. Die Menschen fühlen und leben nicht zwischengeschlechtlich, sondern eindeutig als Frau. Wer sieht denn schon, was sie in der Hose haben?

Hallo, das könnte ich mir für mich vorstellen. Ist zwar nicht praktikabel wegen diversen Regelungen (Renteneintrittsalter, Versicherungsprämien, Arbeitsschutz), hat aber Charme. Ich mache mir keine Illusionen darüber, daß ich weder echter Mann geschweige denn Frau bin. Diejenigen, die die 300prozentige Frau raushängen, kompensieren damit andere Defizite. Liebe Grüße Brigitte

Brigitte
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dabei seit: 22.07.2008

Edit: Anzumerken ist, daß ich in keiner Weise unter der oben geschilderten Situation leide. Mir geht es gut#

Mona2004
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[Das werden Transsexuelle ohne OP hier soweit nicht erreichen, sorry. Wir sind nicht in Thailand und unsere Gesellschaft ist nicht bereit und gewillt soetwas zu akzeptieren, oder zu tolerieren. Da ändert auch eine PÄ nichts dran.

Du hast es auf den Punkt gebracht, drittes Geschlecht wird bei uns in Deutschland nicht akzeptiert nicht mal geduldet.

 

LG Mona

 

 

n/v
tanjak
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Mona2004 schrieb:

[Das werden Transsexuelle ohne OP hier soweit nicht erreichen, sorry. Wir sind nicht in Thailand und unsere Gesellschaft ist nicht bereit und gewillt soetwas zu akzeptieren, oder zu tolerieren. Da ändert auch eine PÄ nichts dran.

Du hast es auf den Punkt gebracht, drittes Geschlecht wird bei uns in Deutschland nicht akzeptiert nicht mal geduldet.

 

LG Mona

 

 

Auch hierzu kann ich Dee und Mona wieder nur zustimmen.

Den Einwand von Konstanze finde ich so ziemlich daneben. Natürlich zieht man sich nicht jeden Tag auf offener Straße um. Das war mit öffentlichkeit auch gar nicht gemeint denke ich. Aber ich höre schon die ersten aufschreei in der Damenumkleide im Schwimmbad wenn sich dort jemand mit männlichen Genital unter der Dusche steht und sagt ich bin aber rechtlich eine Frau. Ich glaube kaum das das jemanden interessiert. Und dann steht in der Presse was von Spannern die sich legal in Frauenumkleiden aufhalten dürfen. Auch wenn es gar nicht so ist. Aber für die Klatschpresse ein gefundenes Fressen und schon geht es mit der Akzeptanz noch weiter nach unten.
Ich spreche hier auch nicht von den Menschen wo es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich ist eine OP durch führen zu lassen. Diese haben dann weiterhin genug probleme im Leben damit klar zu kommen. Für die ist das eine gute Lösung die PÄ ohne GaOp.
Auch mit Intolleranz hat das wenig zu tun. Jeder soll so leben wie er/sie es möchte. Aber man sollte dann doch die Kirche im Dorf lassen.

Meine Meinung.

Roxanne
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tanjak schrieb:
Aber ich höre schon die ersten aufschreei in der Damenumkleide im Schwimmbad wenn sich dort jemand mit männlichen Genital unter der Dusche steht und sagt ich bin aber rechtlich eine Frau. Ich glaube kaum das das jemanden interessiert.

Komisch - höre ich seit Jahren nicht und es gibt x Transsexuelle im Alltagstest oder unoperierte TS....

Warum sollten plötzlich welche so blöd, bzw. provokativ sein und derartiges machen? Ist doch an den Haaren herbeigezogen! Menschenskinder, ich kann mir als "Frau mit Penis" doch einen Sport suchen, wo ich mich allein duschen und umkleiden kann! Muß doch kein Damenfußball sein.

Natürlichkeit ist langweilig 

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

tanjak schrieb:
Aber man sollte dann doch die Kirche im Dorf lassen.

Ich war während des Alltagstests auch in Schwimmbädern und Damenwaschräumen (wie oben bereits erwähnt), und am Strand, und bei der GaOP einige Tage mit einer weiblichen Nierensteinpatientin zusammen im Frauenzimmer. Irgendwie habe ich es geschafft, nicht vor den Leuten mit entblößtem Schniedel rumzulaufen, und zum Beispiel den Badeanzug unter der Dusche angelassen. Die überwiegende Mehrheit der TS wird kein Interesse daran haben, sich vor den anderen Frauen durch Provokation bloßzustellen.

Nochmal die Frage: Was ändert sich in Badeanstalten, wenn im Wohnzimmerschrank eine "weibliche" Geburtsurkunde liegt, statt der bisherigen Variante ohne Geschlechtsangabe (nach VÄ)? Wer sich nicht angemessen benimmt und Anstoß erregt, fliegt raus - ob mit oder ohne PÄ. 

Ronja S. (nicht überprüft)
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Ein drittes Geschlecht wie z. B. die Hijra in Indien oder ähnliches in Südostasien wird es in unserer Kultur nicht geben und auch nicht geben können. Wir definieren uns in zwei Geschlechtern, weiblich und männlich - das wichtigere natürlich zuerst genannt!  :)  So wird man in der Gesellschaft auch entsprechend definiert, als Frau oder als Mann - und ich spreche bestimmt als "unangeglichene Frau" vielen aus dem Herzen, die im täglichen Leben ihre Probleme mit einer Anerkennung im eigentlichen Geschlecht erfahren oder auch erfahren müssen.

Zur Thematik Schwimmbad etc., das ist nicht erst jetzt aktuell, sondern seit je her.

So bin ich beruflich an viele Grenzen gestoßen, zum einen wollen mich Arbeitnehmer, die überwiegend Frauen beschäftigen, nicht einstellen, weil ich ein (die Stimme am Telefon) Mann sei. Auf meinen Hinweis hin, ich sei eine Frau, wurde entgegnet, Frauen hätten die feineren Finger, seien fleißiger mit mehr Durchhaltevermögen und seien zuverlässiger. Das wurde mir von vornherein abgesprochen und ich brauchte meine Bewerbungsunterlagen generell nicht einzureichen.

Auf Michis Beitrag eingehend, wurde mir eine von der Arbeitsagentur vermittelte Arbeitsstelle als "Hilfsarbeiterin in der Lebensmittelindustrie" als studierte Elektrotechnikerin quasi aufgedrückt. Auf meinen Hinweis hin, wo ich mich denn überhaupt umziehen solle bzw. könnte, wurde von der Arbeitsvermittlerin mit dem Satz "Sie sind doch überhaupt nicht in der Verhandlungsposition!" beantwortet. Als ich mich dann mit dem privaten Arbeitsvermittler unterhielt, der diese Stelle ausgeschrieben hatte, kam genau der Sachverhalt zur Sprache: Was mache ich in der Umkleide im Betrieb, solle ich mich bei den Männern oder bei den Frauen umziehen? Bislang hatte niemand eine vernünftige Erklärung dazu. Bei den Männern geht nicht, bei den Frauen ebensowenig. Andererseits ist es so, dass man seine Situation ggf. verschweigen sollte, um Querälen aus dem Weg zu gehen.  Aber trotzdem kann ich nicht ansatzweise verstehen, wie ich mit einem "Zipfel" ins Bad oder an den Strand gehen könnte und das als Frau. Es gibt doch Grenzen. Aus medizinischer Sicht sehe ich es ein, wenn z. B. ein thrombotisches Risiko oder ähnliches, Altersgründe besteht, dass da keine OP mehr geht.

Ich stell mir eben gerade vor, wie ich in meinem neuen Badeanzug mit einer 85B und einer deutlichen Beule im Schritt in die rauschenden Wogen der Ostsee renne und rundherum... NEEEE!

Entweder - Oder.

Seid mir nicht böse, aber entweder bin ich Frau oder Mann.

Seid lieb gegrüßt, Ronja

Johanna
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DeeJay schrieb:
Ich finde dass der Vergleich mit der Hautfarbe von menschen und diesem Thema gewaltig hinkt.[...]

Wobei ja farbige und generell Menschen aller Art und Hautfarbe, wenn auch nicht überall akzeptiert, jedoch toleriert werden.

Das werden Transsexuelle ohne OP hier soweit nicht erreichen, sorry. Wir sind nicht in Thailand und unsere Gesellschaft ist nicht bereit und gewillt soetwas zu akzeptieren, oder zu tolerieren.

Der Unterschied ist, dass die Existenz schwarzer Menschen allgemein bekannt ist, die Existenz von Frauen, die es noch nicht geschafft haben, ihren Penis loszuwerden, hingegen nicht. Uninformierte Menschen könnten das falsch verstehen, und wenn von diesen ein böses Wort käme, würde ich es ihnen noch nicht einmal übel nehmen. Diese Entschuldigung kannst du dir aber nicht zugute halten, da du sehr gut informiert bist, was bei diesen Frauen der Fall ist. Daher unterstelle ich dir die gleichen niederen Beweggründe wie einem Rassisten.

tanjak schrieb:
[...] und um auch Rechtlich als Frau anerkannt zu werden eine OP notwendig ist. Das fällt ja nun weg. Um rechtlich eine Frau zu sein bedarf es nunmehr nur der VÄ und die Notwendigkeit der OP fällt weg. Das der/die betroffene dadurch einer Psych Belastung ausgesetzt ist interessiert dann nicht mehr. Es wird dann mit einer Schönheits OP gleich gesetzt. [...] Und so wird es bei der GA auch kommen können. Die OP ist nicht mehr notwendig und wenn du das machen willst trage die Kosten selbst, denn es ist eine Schönheits OP. Da interessiert die Psych Belastung nicht mehr.

Mach dir keine Sorgen. Intersexuelle, die von Geburt an als Frau eingestuft wurden, bekommen die Genitaloperation prinzipiell bezahlt, und so weit ich weiß ohne den nervigen Beantragungsstress. Vielleicht wird die Beantragung für uns ja sogar einfacher, wenn die PÄ vorher erfolgt ist.

Zitat:
Ich spreche hier auch nicht von den Menschen wo es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich ist eine OP durch führen zu lassen. Diese haben dann weiterhin genug probleme im Leben damit klar zu kommen. Für die ist das eine gute Lösung die PÄ ohne GaOp.

Aber um die Menschen geht es hier doch gerade! (Nur das "gesundheitlich" müsstest du weglassen. Andere Gründe, z. B. familiäre Restriktionen, können genauso zwingend sein.)

Ronja S. schrieb:
Ein drittes Geschlecht wie z. B. die Hijra in Indien oder ähnliches in Südostasien wird es in unserer Kultur nicht geben und auch nicht geben können. Wir definieren uns in zwei Geschlechtern, weiblich und männlich

Da wäre ich mir nicht so sicher, denn einige Intersexuellenverbände fordern genau dies. Aber darum geht es hier gar nicht. Die Transsexuellen, um die es hier geht, die aus welchen Gründen auch immer die OP nicht durchführen lassen, möchten trotzdem eindeutig dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden.

Zitat:
Ich stell mir eben gerade vor, wie ich in meinem neuen Badeanzug mit einer 85B und einer deutlichen Beule im Schritt in die rauschenden Wogen der Ostsee renne und rundherum... NEEEE!

Feste Miederhose unter den Badeanzug, und das Teil ist erstaunlich unauffällig, im Meer wie im Schwimmbad. Ich habe deswegen noch nie dumme Blicke geerntet. Ich verzichte allerdings darauf, nackt zu duschen, da behalte ich den Badeanzug doch lieber an - wie einige andere Frauen auch, die ihren Körper nicht mehr so gerne zeigen.

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Ronja S. schrieb:
Ich stell mir eben gerade vor, wie ich in meinem neuen Badeanzug mit einer 85B und einer deutlichen Beule im Schritt in die rauschenden Wogen der Ostsee renne und rundherum... NEEEE!

Wohl wahr, das wäre bei mir auch nicht gegangen! Wink (die deutliche Beule)

Aber ich glaube, das Thema läuft uns gerade etwas aus dem Ruder? Denn diese Passingprobleme sind uralt, auch in diesem Forum schon gründlichst in anderen Strängen diskutiert, und vor Allem: Was soll eine Urkunde im Wohnzimmerschrank daran ändern? Wäre es im Schwimmbad einfacher für eine hypothetische "unangeglichene" TS, würde sie dem Pulk am Beckenrand eine Geburtsurkunde mit weiblichem Geschlechtseintrag zeigen? Die individuell erreichbaren Grenzen des Passings sollten eigentlich im Alltagstest bereits ausgelotet sein. Und gegen bunte Paradiesvögel, die absichtlich provozieren, hilft auch kein Geschlechtseintrag in Dokumenten.

Daniela
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dabei seit: 26.01.2008

Na hier gehen die Wogen wieder hoch *gg*

Lasst doch bitte diejenigen damit Leben denen eine Personenstandsänderung ausreicht und damit glücklich sind. Es ist doch nicht euer Problem. Sie müssen sich im Alltag rumschlagen und damit zurechtfinden.

Ich wohne in einem kleinen Dorf am Land und hier ist es keineswegs gang und gebe dass etwas anderes als Mann oder Frau akzeptiert wird. Jedenfalls ist hier die schöne "Gesellschaft", wie sie immer wieder propagiert wird, nicht angekommen. Das mag in einer Großstadt möglicherweise etwas anders sein, dort wohne ich jedoch nicht. Hier wird es eine solche Person schwer haben und wohl immer als TV angesehen.

Aber was bitte bringt eine Personenstandsänderung im Alltag dass man sich so derart darauf fixiert?

  • Führerschein?
    In Österreich steht kein Geschlecht darauf. Nur Vorname und Foto, was ja wohl eindeutig genug ist.
  • Pass?
    Hatte bei mir (wohlgemerkt in Österreich vor über 3 Jahren) ohne PÄ auch den "F" Eintrag gehabt. Dafür hat allein die Namensänderung gereicht.
  • eCard (Krankenkasse)?
    Auf neuen Namen ausgestellt, kurz mit der Krankenkasse gesprochen und sie haben meine Akte ohne weitere Nachfrage automatisch auf "W" umgestellt. Also auch keine PÄ erforderlich. Das Geschlecht steht bei uns nicht auf der Karte, wird aber im System hinterlegt.
  • Auf Behören?
    Bin ich noch nie gefragt worden.
  • Im Alltag?
    Hab ich das auch noch nie gebraucht. Auch die katholische Kirche hat nicht danach gefragt wie ich meinen neuen Taufschein abgeholt habe.

Mir kommt schön langsam vor die Personenstandsänderung wird von vielen als eine Art "Trophäe" gesehen. Der höchste Punkt, das absolut Ultimative, der Mount Everest, der erreicht werden kann.

Und mit Verlaub… wenn sich jemand wegen einer Personenstandsänderung operieren hat lassen, dann haben alle Psychologen und Psychiater bei dieser Person jämmerlich versagt! Hier in Österreich ist es leider wirklich ein leichtes die nötigen Gutachten zu bekommen.

Personenstandsänderung ohne Operation? Eine Option die es für mich nicht gegeben hätte. Aber wenn jemand so leben will, ist es mir auch egal. Mir tut es nicht weh. Ich glaub auch nicht dass die Krankenkassen die Operation zukünftig verweigern werden. Das ist ein so kleiner Kostenfaktor, da gibt es in anderen Bereichen viel mehr Einsparungspotential. Und wenn, dann tut es mir für alle die eine Operation wollen herzlich leid, aber Beschwerden darf man sich dann bei allen Frauen mit Anhang.

Im Grunde tun mir diese Menschen wirklich von tiefsten Herzen leid. Die Operation war das Beste was mir in meinem Leben passieren konnte. Gott sei Dank leben wir in einer Zeit in der solche Eingriffe möglich sind. Auch bei mir war sie ein erhöhtes Risiko. Unter anderem eine Faktor 5 Gerinnungsstörung mit erhöhtem Thromboserisiko. Die Alternative zur Operation wäre jedoch der Sprung vor den Zug gewesen. Sicher mag es wesentlich schlimmeres geben und eine Operation aus gesundheitlichen Gründen dadurch unmöglich sein, aber das sind Einzelfälle die man handhaben kann. 

Wenn ich daheim (also nicht in der Öffentlichkeit) nackig bin, dann wird mir warm ums Herz weil ich endlich mit mir selber im Einklang bin und das Leben in vollen Zügen genießen kann. Ich bin nach einer langen Reise zu Hause angekommen. Ein Gefühl der inneren Zufriedenheit und Ruhe. Und da ich keine 70 bin gehört für mich auch noch Sexualität dazu. Ja man stelle sich vor mit einem Mann. Und diese Sexualität kann ich erst jetzt richtig genießen und würde sie keinesfalls mehr missen wollen. Gleich vorweg, penetriert zu werden ist nicht alles gehört aber auch dazu. Von wegen nur schlechte Ergebnisse und Gefühllosigkeit in D/Ö. Personen die dabei von Verkrüppelung sprechen wissen echt nicht mehr was sie reden. Sicher kann es wie bei jeder Operation Probleme geben, aber inzwischen ist die schon sehr gut ausgereift. In Wien 6 Tage Spitalsaufenthalt und ein paar Wochen daheim schonen. Das geht sogar im Urlaub, wenn man berufstätig ist und sich keinen Krankenstand erlauben kann.

Familie ein nicht OP-Grund? Entschuldigung aber wenn die Familie den Menschen nicht akzeptiert, dann sind es die falschen Menschen mit denen man sich abgibt. Ebenso beim Freundeskreis. Wer wegen der Familie oder wegen der Arbeit meint die Operation nicht machen zu können hat das Thema verfehlt. Von der Familie wird man eher verlassen weil man privat als auch öffentlich als Frau auftritt. Ob man daheim im Bett noch seinen Mann steht wird wohl das geringste Problem sein. Wegen der Arbeit? Sicher doch... in der Arbeit die Vorzüge und das Gehalt des Mannes kassieren aber als Frau leben wollen. Sozusagen sich das Beste aus beiden Welten nehmen. Die Operation ist etwas was man nicht der Gesellschaft wegen macht sondern aus eigener Notwendigkeit. Das überwiegende Problem in der Öffentlichkeit mit unseren Mitmenschen und Familien ist das Erscheinungsbild und nicht die Operation.

Jeder halbwegs vernünftige Mensch, der als Frau gesehen werden will, wird nicht öffentlich mit einem Penis durch die Gegend laufen, oder in sich so in Sauna, Umkleide etc. präsentieren. Ausnahmen mag und wird es sicher geben, es gibt genug Irre auf der Welt. Wenn dieser Mensch es trotzdem tut und auch nur halbwegs alle Tassen im Schrank hat wird er verstehen warum er dann von den anwesenden Frauen des Raumes verwiesen wird.

Ja, ich gebe offen zu und Oute mich als Schwarz/Weiss Denkerin. Für mich gibt es Mann/Frau, entweder/oder. Ein Penis ist für mich das Männlichste was es gibt. Ich kenne keinen weiblichen Penis? Gedankenbrücken wie etwa "das sei ja auch nur eine verlängerte Klitoris" sind hilflose Erklärungsversuche für eine Akzeptanzberechtigung. Einige mögen das anders sehen, das ist ihr gutes Recht, so wie es meines ist das so zu sehen. Von mir aus sollen sie ein drittes Geschlecht einführen, ich weis welchem Geschlecht ich angehörig bin.

Und was ich auch nicht verstehe... und ich habe nichts gegen TVs, es ist auch keineswegs Böse gemeint, aber mit ihnen über diese Operation zu sprechen kommt mir vor wie mit einem Blinden über Farben zu sprechen.

 

liebe Grüße,

Daniela