The Danish Girl (demnächst im Kino)

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KarinBS
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dabei seit: 02.12.2011

Ihr Lieben und Liebenden,

am 7. Januar 2016 kommt ein neuer Film in die Kinos, der sich als "bildgewaltiges emotionales Drama" ankündigt. Der Film THE DANISH GIRL basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Ebershoff, inspiriert vom wahren Schicksal der beiden dänischen Künstlerinnen Lili Elbe und Gerda Wegener.

Kopenhagen in den 1920er Jahren. Lili Elbe ist als Mann Einar Wegener verheiratet mit Gerda, einer zunächst erfolglosen Malerin. Gerda bittet Lili, als weibliches Modell zu posieren. Die daraus entstehenden Portraits finden ungeahnten Anklang. Offenbar hat Gerda die Muse gefunden, die sie zu Meisterleistungen inspiriert.

Währenddessen reift in Lili die Liebe zu der Frau heran, die sie selbst sein möchte, vollständig und körperlich. Doch was bedeutet dieser Schritt für ihre Ehe und für ihr bisheriges Glück?"... eine Hommage an Gerdas Toleranz und Lillis Mut." (Flyertext)

Trailer http://www.danishgirl-film.com/de/

Universum Braunschweig http://www.universum-filmtheater.de/index.php?id=65

Casablanca Oldenburg http://www.casablanca-kino.de/filme/the-danish-girl-1/

und sicher auch in anderen Kinos.

Lieben Gruß

Karin

Glaube nur das, was du siehst

Hanna S.
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dabei seit: 06.03.2015

 

Den wollte ich mir eigentlich auch ansehen, bin mir nach dieser Filmkritik allerdings nicht mehr so sicher:

http://www.deutschlandfunk.de/neue-filme-legendaere-gangster-und-mutige-transsexuelle.807.de.html?dram:article_id=341717

 

Zitat: Jörg Albrecht, Deutschlandfunk

"The Danish Girl" von Tom Hooper

"Als ich ihn angesprochen habe, ist er rot geworden. Er war so schüchtern. Also bat ich um das Rendezvous. ..."

Die dänische Malerin Gerda Wegener erinnert sich daran, wie sie die Initiative ergriffen hat, als sie ihrem späteren Mann Einar begegnet ist.

" Sie schien sich so sicher. – Ich war mir sicher. Noch immer. – Bitte – es reicht! – Nein."

Diese Sicherheit aber scheint immer mehr abhanden zu kommen, als Einar Gefallen daran findet sich als Frau zu kleiden. Anfangs ist es nur eine Laune. Damit Gerda ein Bild fertigstellen kann, zieht Einar das Kleid des Models an. Dann geht er das erste Mal geschminkt und ausstaffiert als Frau zu einem Empfang, auf dem er sich als Einars Cousine Lili vorstellt. Einar verschwindet mehr und mehr und wird immer häufiger zu Lili.

" ... Hör auf mit diesem dummen, dummen Spiel! – Bitte, Gerda, halt das Ganze nicht nur für ein Spiel! ..."

"The Danish Girl" hätte ein faszinierender Film werden können, wenn es Regisseur Tom Hooper verstanden hätte, der tragischen Geschichte eines der ersten Transsexuellen im 20. Jahrhundert Leben einzuhauchen. Alles wirkt hier ausstaffiert und künstlich, was durch Eddie Redmaynes fast unerträglich affektiertes Posieren als Frau, die im falschen Körper gefangen ist, nur noch verstärkt wird. Man wird ihn trotzdem versehentlich mit einer Oscar-Nominierung bedenken. So bitter es ist: Conchita Wurst hätte Lili respektive Einar nicht schlechter verkörpern können.

"The Danish Girl": enttäuschend

 

aber die Meinung eines Rezensenten ist ja nur eine Meinung, vielleicht gibt jemand von Euch mal'ne Rückmeldung, wenn Ihr ihn gesehen habt

lieben Gruß

Lisbeth

 

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Claudia-Maria
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dabei seit: 21.02.2006

Hallo,

das massenmediale Echo auf den Film ist enorm.

Die Rhein-Zetung vom 07. Januar 2016 titelt "Im falschen Körper geboren".

Die Süddeutsche Zeitung geht unter der Überschrift "Zwischen den Laken" auf der Seite 10 am 7.1.2016 ausführlich auf den Film ein.

Auch in der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung " Die Zeit" ist eine  Besprechung des Films unter der Überschrift "Mattes Heulen,großes Zittern" erschienen.

Die FA.Z. folgt heute mit einem Feuilleton-Artikel "Schöner, als die Wirklichkeit erlaubt: "The Danish Girl" im Kino".

LG

Claudia-Maria

 

 

Roxanne
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ModeratorReale Person
dabei seit: 03.01.2006

Die Kritiken sind recht durchwachsen. Die meisten stört, daß zu viel auf den Kleidungskick und Zärtlichkeiten eingegangen wird und zu wenig Probleme gewälzt werden.  Na ja, das macht den Film - ehrlich gesagt - nicht uninteressanter für mich.

 

 

 

Natürlichkeit ist langweilig    

bettyschulte
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dabei seit: 09.04.2011

Hier noch zwei andere Kiritiken die deutlich positiver aussfallen!

http://www.n-tv.de/leute/film/Wie-man-den-Partner-bedingungslos-liebt-article16695071.html

http://www.kino.de/film/the-danish-girl/

Der NDR hat dem Film fünf von fünf Filmklappen gegeben. Leider habe ich den Beitrag nicht wieder gefunden.

 

Ich denke das es ein Gänshautfilm ist!

 

Gruß Betty

NanaVistor
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Reale Person
dabei seit: 10.05.2009

ungeachtet sämtlicher Kritiken schaue ich den Film wenn er mal im FreeTV kommt, extra ins Kino muss ich deswegen nicht Smile

Hanna S.
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dabei seit: 06.03.2015

Nachdem wir uns den Film gestern angesehen haben, muss ich die Kritik des DLF-Rezensenten leider bestätigen. :(

Den Nachsatz mit dem 'Conchita Wurst - Vergleich' halte ich zwar für unangemessen und unzulässig und eines gestandenen Filmkritikers für unwürdig, aber ansonsten ist die Kritik zutreffend.

Den affektierten Augenaufschlag fand ich schon nach wenigen Minuten nur unerträglich und auch das unaufhörliche Posieren beschädigt und diffamiert die Figur Lili. Da ich keine anderen Filme mit Eddie Redmayne gesehen habe, kann ich nicht beurteilen, ob er lediglich nicht über die nötigen darstellerischen Mittel verfügt, die Figur glaubhaft zu spielen - ob er also nur wegen seiner femininen Gesichtszüge ausgewählt wurde und/oder warum ihn der Regisseur so gnadenlos allein gelassen hat. Ich vermute, dass Hooper dem Thema nicht gewachsen war und sich lediglich auf den Plot verlassen hat. Sehr schade!

p.s. Die Darstellerin der Gerda spielt übrigens exzellent, völlig ohne jede Übertreibung, sehr glaubhaft, seriös und ernstzunehmend - bravourös!

 

lieben Gruß

Lisbeth

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sveni EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 01.12.2015

ich kann dazu nichts sagen, da ich bisher nur den trailer gesehen habe und mir das geld zu schade ist um mal ins kino gehen zu können, kaufe davon lieber was zu essen oder zahle rechnungen. aber letztendlich ist es immer so das trailer wunderbar sind aber der film dann doch eher schlecht ist. isst ja beim neuen starqarsfilm genauso, selbst der schauspieler wo den luke spielt in den anderen teilen fande ihn grottenschlecht, naja was will man von disney auch erwarten Sad

Ein kleiner Mensch stirbt nur zum Scheinwollte ganz alleine seindas kleine Herz stand still für Stundenso hat man es für tot befundenes wird verscharrt in nassem Sandmit einer Spieluhr in der Hand

Ninakadin
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dabei seit: 07.02.2010

Ich bin letzte Woche in den Film gegangen, und ich kann die negativen Kritiken nicht nachvollziehen. Ich war überrascht, wie intensiv Eddie Redmaynes die inneren Konflikte dargestellt hat. Das war wirklich "ganz großes Kino". Ich vermute mal Herr Albrecht vom Deutschlandfunk hat in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch nicht gelebt, von daher frage ich mich, worauf seine Einschätzung "Alles wirkt hier ausstaffiert und künstlich" basiert, mal ganz abgesehen davon, dass der Film fiktiv ist, mit Anlehnung an die Geschichte von Lili Elbe, keinesfalls dokumentarisch. Da darf sich ein Regisseur schon herausnehmen, einen bestimmten Stil zu verwenden, und Dinge zu betonen oder zu übertreiben.

Natürlich kann man argumentieren, dass die Rolle von einer echten Transsexuellen hätte gespielt werden sollen. Aber dafür gibt es Pro- und Contra-Argumente. Schließlich steht Einar am Anfang des Films noch vor der Transition, und wie wir wissen, verändert die Transition ja meist die Physis des Menschen (HRT, Epilation), und da passt dann ein Cis-Darsteller besser, zumal so ein großartiger.

Wie dem auch sei, ich fand es keine Verschwendung von Geld oder Zeit, den Film anzuschauen.

Liebe Grüße,

Nina

KarinBS
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dabei seit: 02.12.2011

Ja, ich habe ihn ebenfalls gesehen. Und ich denke, dieser Film zeichnet kein falsches Bild über Transsexuelle, von daher geht der Film in Ordnung. Aber wirklich sehenswert finde ich ihn nicht. Für meinen Geschmack setzt er zu sehr auf schöne Gefühle, schöne Kostüme, Weichzeichnerbilder. Im Grunde sogar ein wenig oberflächlich. Zum Beispiel kann ich schwer glauben, dass ein Mensch, der bisher ausschließlich als Mann gelebt hat, durch einmaliges, versehentliches Anprobieren von Frauenkleidern entdeckt, dass er im Grunde eine Frau ist, und dann auch völlig ohne Selbstzweifel diesen Weg einschlägt. Das erlebt man nicht einmal in der heutigen Zeit, noch viel weniger aber in den 1920ern. Na ja, von mir aus soll er seine Oskars bekommen. - Ich kenne bessere Filme!

Karin

Glaube nur das, was du siehst